Slowenien

Slowenien, Pro-Atom, Atom-Ausbau, Krsko, Erdbeben, Hochrisikoreaktor

1 Reaktor in Krško
aktuell ist ein zweiter Reaktor in Krško geplant
Stromerzeugung 2015 aus
   » 37% Atomenergie
   » 32% Fossile Brennstoffe (29% Kohle, 3% Gas)
   » 31% Erneuerbare Energie (27% Wasser, 2% Biomasse, 2% Solar)
15 TWh Eigenproduktion, 9 TWh Importe, 9,1 TWh Exporte

Geschichte

Das erste slowenische AKW geht 1981 in Krško ans Netz.
Die slowenischen Atompläne ändern sich im Laufe der Jahre mehrmals komplett. In den 80ern wird der Ausbau, in den 90ern der komplette Ausstieg geplant. 2006 bzw. 2008 folgt durch die Neuwahl einer atomfreundlichen Regierung jedoch wieder eine Umkehr, seitdem wird am Ausbau der Atomenergie geplant. 2015 wird eine Laufzeitverlängerung auf insgesamt 60 Jahre bestätigt.

Ab 1985 kommen in Slowenien Proteste auf, zuerst gegen die Atommülllagerung, dann gegen den Ausbau und zuletzt für den Atomausstieg.

Ausstieg vs. Ausbau

Slowenien plant einen Ausbau der Atomenergie. Die Laufzeit vom AKW Krško wurde bereits auf insgesamt 60 Jahre verlängert, außerdem ist ein zweiter Reaktor in Planung. In Bau ist außerdem ein Atommülllager für niedrig- und mittelradioaktives Material, Konzept für ein Endlager gibt es nicht.

Störfälle und Katastrophen

1989: Radioaktiv verseuchtes Wasser tritt aus, das ausgetretene Wasser wird in einem nahe gelegenen Fluss „entsorgt“.
2008:Bei einem Störfall wird europaweiter Atomalarm ausgelöst, Überprüfungen ergeben jedoch keinen Austritt von Radioaktivität.
2012 und 2013: Notabschaltungen wegen Ausfall der Kühlpumpen bzw. Fehler an einem Ventil (durch Hochwasser).

Probleme

Krško liegt in einem Erdbebengebiet und ist damit ein Hochrisikoreaktor.
Der geplante Atomausbau verhindert die Förderung erneuerbarer Energien.
Nur 75 km von der österreichischen Grenze entfernt wäre Österreich bei einem Atomunfall massiv betroffen.

Mehr Infos und Quellenangabe:
Allg. Infos - Atomindustrie, Englisch (IAEA)
Allg. Infos - kritisch, Deutsch (Global2000)
Energiestatistik, Englisch (IEA)
Foto: AKW Krsko bei Hochwasser, © MORS - slovenskavojska.si

Informationsstand 12/2017

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