Kroatien

Kroatien, AKW-Beteiligung, Erneuerbare, Wasserkraft

  • kein AKW, jedoch 50% Beteiligung am AKW Krsko in Slowenien und von dort Atomstromimport
  • Bau von AKWs geplant
  • Stromerzeugung 2023 aus
    • 70,5% Erneuerbare Energie (47% Wasser, 15% Wind, 6% Biomasse, 2,5% Solar)
    • 29,5% Fossile Brennstoffe (22% Gas, 7,5% Kohle)
  • 17,5 TWh Eigenproduktion, 10 TWh Importe, 8,5 TWh Exporte 1

Kroatien hat zwar kein eigenes AKW, ist jedoch zur Hälfte am AKW Krsko in Slowenien beteiligt. Ungefähr 16% des Strombedarfs werden aus dem AKW Krsko gedeckt.
Kroatien will sich am Bau eines zweiten Reaktors in Krsko beteiligen und prüft den Bau von Atomkraftwerken im eigenen Land - mindestens 30% des Energiemixes sollen 2040 aus Atomkraft kommen, Studien für passende AKW-Typen und -Standorte sind in Vorbereitung. 2

Da Kroatien zu 50% Eigentümer des AKW Krsko ist, muss es auch einen Teil des Atommülls übernehmen. Niedrig- und mittelradioaktiver Abfall soll vorübergehend (40 Jahre lang) am Gelände einer ehemaligen Kaserne gelagert werden, bis eine dauerhafte Lösung gefunden wird. Bosnien und Herzegowina wehrt sich seit Jahren gegen den Standort, der weniger als 1 km von der Grenze entfernt ist. Außerdem bedroht er die Trinkwasserversorgung der Stadt Novi Grad, den Fluss Una, Bewohner_innen des Una-Flussdeltas und den Una-Nationalpark. 3

Probleme


  • Kroatien will AKWs im Land bauen.
  • Kroatien ist prädestiniert für Solarenergie, nutzt sie bisher aber nur wenig. 2026 begann allerdings der Bau des bisher größten Solarkraftwerks. 4

Mehr Infos und Quellenangabe:
1 Stromproduktion | IEA.org, aufger. 08/26
2 Kroatiens Atomstrompläne | World Nuclear News.org 02/26
3 Proteste gegen Atommülllagerung an bosn.-herz. Grenze | Euronews.com 12/25
4 Kroatiens größtes Sonnenkraftwerk in Bau 03/26

Foto: Wasserkraftwerk Rijeka, © Hrvatska elektroprivreda d.d.

Informationsstand 08/2026

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