atomstopp: OÖ Umweltanwalt Martin Donat am Ziel? Tschechien baut heuer kein einziges Windrad
05.02.26 - Tschechiens plant weitere AKWs in Dukovany und Temelin, baut aber 2026 kein einziges Windrad. Besonders bedenklich ist, dass Martin Donat, eigentlich Umweltanwalt des Landes Oberösterreich, dieser verfehlten Energiepolitik durch sein agitieren in Tschechien Vorschub leistet.
Im vergangenen Jahr wurden in ganz Tschechien laut Medienberichten lediglich 5 neue Windkraftanlagen mit insgesamt rund 13 Megawatt Leistung in Betrieb genommen, für heuer ist keine einzige geplant. In Österreich kamen 2025 48 wesentlich leistungsfähigere Anlagen dazu - mit insgesamt 285 MW, also mehr als dem 20-fachen des tschechischen Ausbaus.
Dabei liegt Tschechien schon jetzt mit nur einem Prozent Windstrom weit hinter dem EU-Schnitt von 19 Prozent. In Österreich - wie Tschechien ein Binnenland - kommen 16 Prozent des Stromes von Windrädern.
Tschechien träumt dagegen von SMR-AKWs an 46 Standorten. Dabei gibt es diese bislang nur auf dem Reissbrett. Selbst die immer viel zu optimistischen Prognosen der Atomindustrie sehen den Betrieb des ersten SMR-AKWs in Temelin erst 2039.
"Tschechien verschläft die Energiewende sehenden Auges - schließlich ist die Politik im Nachbarland getrieben von der Atomlobby. Warum Martin Donat, von dem man als Umweltanwalt das genaue Gegenteil erwarten würde, sich auch in Tschechien vor den Karren der Windkraftverhinderer spannt, bleibt sein Geheimnis. Es sollte allerdings dringend umdenken und massiv und ehrlich für einen Windkraftausbau überall dort eintreten, wo er seine Stimme erhebt", fordert Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp_atomkraftfrei leben!
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Herbert Stoiber, +43 681/10 42 92 51