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Anmerkung von atomstopp:
In den vergangenen Tagen ging durch die Medien, dass das NATO-Mitglied Türkei die Inbetriebnahme seines ersten von Russland gebauten Atomkraftwerks vorbereitet und darüber hinaus den Bau weiterer Meiler durch Moskau wünscht. Der vorliegende Artikel verdeutlicht am Beispiel der Türkei, Irans und Kasachstans, dass der russische Staatskonzern Rosatom die zivile Kernenergie gezielt als außenpolitisches Machtinstrument einsetzt. Während der Westen versucht, Russland durch Sanktionen im Öl- und Gassektor wirtschaftlich zu isolieren, schafft der Kreml über den Bau von Kernkraftwerken eine tiefgreifende, jahrzehntelange technologische und infrastrukturelle Abhängigkeit ausländischer Staaten, die sich im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nur sehr schwer auflösen oder durch westliche Sanktionen unterbinden lässt.
Diese Strategie der langfristigen Bindung erweist sich für den Kreml als ein hocheffektives, zweites Nukleararsenal, da Atomprojekte über Generationen hinweg geopolitischen Einfluss garantieren. Die vertraglichen Verflechtungen beim Bau, der Wartung und der Brennstoffbelieferung führen dazu, dass sich Abnehmerstaaten selbst in politisch angespannten Zeiten kaum aus der russischen Einflusssphäre lösen können. Rosatom fungiert somit nicht nur als Wirtschaftsakteur, sondern als strategischer Arm der russischen Außenpolitik, der Moskaus globale Vormachtstellung absichert, während klassische geopolitische Druckmittel an Wirkung verlieren.
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https://www.merkur.de/politik/rosatom-wie-russland-mit-atomkraft-weltweit-einfluss-sichert-zr-94476820.html