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Anmerkung von atomstopp:
Im Artikel der atomkraftbefürwortenden NZZ wird ein interner Brief von Nuklearforschern thematisiert, in dem diese eine Studie der schweizerischen Akademien der Wissenschaften kritisieren und behaupten, deren Berechnung der Kosten für ein AKW von bis zu 43 Milliarden Franken (etwa 46 Milliarden Euro) wäre unrichtig.
Dieser Artikel macht ein wiederkehrendes Muster der Atomlobby deutlich: Die im Bericht genannten sind allesamt AKW-Forscher, deren Bedeutung und letztlich langfristige Finanzierung ihrer Institute mit großer Wahrscheinlichkeit daran hängt, dass die Schweiz weiterhin AKWs betreibt. Ausgerechnet diese werfen den unabhängigen Akademien der Wissenschaften unrichtiges Arbeiten vor und bekommen für diese "Täter-Opfer-Umkehr" breiten Raum in der NZZ.
Weiter unten im Artikel dann ein entlarvendes Beispiel desselben Musters:
"Wie gross die Nervosität mittlerweile ist, zeigt eine Episode aus diesem Frühling. Der Studienautor Urs Neu hatte seine Zahlen bereits Mitte März ein erstes Mal im Bundeshaus präsentiert. Damals führten Parlamentarier hinter verschlossenen Türen ein Hearing zur AKW-Finanzierung durch, und Neu stellte seine Befunde einer kleinen Gruppe von Volksvertretern vor. Einem mächtigen Atombefürworter in Bundesbern passte das gar nicht. Bundesrat Albert Rösti persönlich kritisierte anschliessend, der Forscher Neu sei für seine atomkritische Haltung bekannt. Der Energieminister hätte lieber einen Wissenschafter des atomfreundlichen Paul-Scherrer-Instituts als Experten gesehen, erzählen der «NZZ am Sonntag» mehrere Parlamentarier."
Link zum Artikel:
https://www.nzz.ch/schweiz/der-milliarden-streit-um-neue-kernkrafwerke-ld.10022071