Anmerkung von atomstopp:
Im obigen Artikel wird dargestellt, dass die Strompreise in Tschechien im EU-Vergleich weiterhin zu den höchsten zählen, auch wenn sie zuletzt etwas gesunken sind. Als Gründe werden vor allem Marktmechanismen, Tarifstrukturen, Netzkosten und Investitionsbedarf genannt.
Tchechien erzeugt 41 Prozent seines Stromes in Atomkraftwerken.
Häufig wird in den Medien auf besonders günstige Strompreise in Frankreich verwiesen, das 67 Prozent seines Stromes in AKWs erzeugt, um Atomenergie positiv darzustellen. Dabei wird jedoch oft ausgeblendet, dass die französische Atomindustrie - allen voran der staatlich dominierte Konzern Électricité de France - aufgrund massiver finanzieller Probleme de facto verstaatlicht werden musste. Die vergleichsweise niedrigen Preise sind auch darauf zurückzuführen, dass viele Atomkraftwerke rund 40 Jahre alt und wirtschaftlich bereits abgeschrieben sind. Tatsächlich müssten viele dieser Anlagen aus Sicherheitsgründen längst vom Netz gehen und werden nur durch riskante Laufzeitverlängerungen weiterbetrieben. Gleichzeitig bleiben die enormen potenziellen Kosten eines schweren Unfalls systematisch ausgeblendet: Ein Super-GAU in Frankreich könnte Schäden in der Größenordnung von rund 530 Milliarden Euro verursachen. Dieses Risiko ist in keiner Stromrechnung realistisch eingepreist.
Link zum Artikel (in Tschechisch - um in Ihre gewünschte Sprache zu übersetzen, bitte ein Übersetzungstool wie Google Translate oder die direkte Übersetzungsmöglichkeit im Browser benutzen):
https://ekonomickydenik.cz/sesta-nejdrazsi-eu-elektrina-cesko/#:~:text=Vypl%C3%BDv%C3%A1%20to%20z%20nov%C3%BDch%20statistik,kde%20cena%20elekt%C5%99iny%20meziro%C4%8Dn%C4%9B%20klesla.