In Tschechien landete ein russisches Flugzeug, das den Atombrennstoff gebracht hat

02.09.22, Quelle: Seznam Zpravy

von Vojtech Gavrinev / Übersetzung Gabi Reitingerova

Die Informationen über die Lieferungen sind aus den Sicherheitsgründen nicht öffentlich. Flugzeuge aus Moskau nach Tschechien werden aber offensichtlich weiter fliegen. Sie bringen den Kernbrennstoff für das Atomkraftwerk.

Am Flughafen Brünn landete am Donnerstag Nachmittag ein Verkehrsflugzeug der Gesellschaft Volga Dnepr. Russische Flugzeuge dürfen nach der Februar-Invasion in die Ukraine nicht in den Luftraum der Tschechischen Republik eintreten, dieser Flug hat aber eine Ausnahme bekommen.

»Im Einklang mit der EU-Vorschrift erteilte das Verkehrsministerium eine Ausnahme für den russischen Flug-Transporteur Volga Dnepr für die Flüge in die Tschechischen Republik mit dem Zweck des Transports einer spezifischen Ware im strategischen Interesse der Tschechischen Republik oder der anderen EU-Staaten und zwar das aus dem Grund, dass es derzeit keine zugängliche Alternativen zum Flug-Transport gibt,« sagte dem Server Seznam Zpravy der Sprecher des Verkehrsministeriums Frantisek Jemelka.

»Wir können bestätigen, dass es sich um die Brennstäbe für das Atomkraftwerk Temelin aufgrund des gültigen Kontrakts und der Bestellung aus dem Vorjahr handelte. Der Transport eines Kernbrennstoffs hat eine Ausnahme mit Rücksicht auf die Sicherheit der Sicherstellung der Produktion aus diesen Quellen. Ähnliche Lieferungen werden auch in die restlichen EU-Länder fortgesetzt,« beantwortete der Sprecher der CEZ-Gruppe Ladislav Kriz die Frage von Seznam Zpravy

»In unseren beiden Atomkraftwerken halten wir ausreichende Reserven an Brennstäben. Die Termine, Trassen und Umfang der Lieferungen sind keine öffentliche Information,« sagte dazu der CEZ-Sprecher Kriz.

Über die Ausnahme für die russischen Flugzeuge mit dem Kernbrennstoff für die tschechischen Atomkraftwerke berichtete die Zeitung HN schon im April, dass bereits die dritte Maschine mit einer Ausnahme aus dem Verbot nach Tschechien kam. Der CEZ-Sprecher Kriz sagte damals, dass Temelin eine Brennstoff-Reserve für zwei und Dukovany eine für drei Jahre hat.
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